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Die Spule sitzt beim Spinnrad locker auf der Spindel, sie ist dort drehbar gelagert. Die Spulen alter Spinnräder waren oft ledergelagert, bei modernen Modellen haben die Spulen in der Regel Kunststofflager, oft mit Teflonbeschichtungen um die Gleiteigenschaften zu verbessern. Auch Metalllager kommen vor.

Bei Doppelfädigen Spinnrädern oder einfädigen Spinnrädern mir Flügelbremse (=Spulenantrieb) hat die Spule an einem Ende ein Schwungrad, über das der Antriebsriemen läuft, dieses Schwungrad nennt man Spulscheibe oder auch Spulwirtel. Häufig sind sogar mehrere unterschiedlich große solche Antriebsscheinen angebracht, so dass man die Übersetzung variieren kann. Je kleiner die Antriebsscheibe ist, desto öfter rotiert die Spule bei einer Umdrehung des Schwungrades, das Garn wird schneller aufgewickelt.

Bei einfädigen Spinnrädern mir Spulenbremse (= Flügelantrieb) hat die Spule kein Antriebsrad, allerdings läuft dann ein Riemen oder eine Schnur über das Ende der Spule, mit dessen Hilfe man die Drehbewegung der Spule hemmen kann. Die Spulscheibe ist also trotzdem vorhanden, wird aber statt als Antriebs- als Bremsscheibe verwendet.

http://www.spinnradclub.de/bilder/spinnraeder/spule.gif Spule mit einer einzelnen Spulscheibe. http://www.spinnradclub.de/bilder/spinnraeder/spule2.gif Spule mit drei unterschiedlichen Übersetzungen.

Ein wichtiges Kriterium ist auch das Fassungsvermögen der Spule, also die Garnmenge die dort aufgewickelt werden kann.

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