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Ramie, auch Chinaleinen genannt, gehört zu den Bastfasern und wird aus den Stängeln der Ramie-Pflanzen (weiße/ chinesische Nessel = Boehmeria nivea und grüne/ indische Nessel = Boehmeria utilis, Bohemia tana), die vor allem im fernen Osten, in Russland und den USA angebaut wird. Die Pflanze ist eine mit unseren Brennesseln verwandte Nesselpflanze.

Die Fasern hängen sehr fest zusammen, der Pflanzenleim ist schwerer zu lösen als beim Flachs. Außerdem sind Fasern sind nicht, wie beim Flachs, ringförmig im Stängel angeordnet, sondern einzeln und in kleinen Gruppen in der ganzen Bindenschicht verteilt.

Im Gegensatz zur Brennesel werden die Ramie-Pflanzen vor der Samenreife geschnitten, da sie sonst zu sehr verholzen. Die noch nicht entbastete Rohfaser nennt man Chinagras. Dann werden die Pflanzenteile entbastet (mann nennt das auch degummieren), danach gespült und getrocknet.

Ramie ist sehr widerstandsfähig, die Reißfestigkeit wächst in nassem Zustand sogar noch. Die Fasern sind gelblich bis bräunlich, werden aber in der Regel weiß gebleicht. Ramie ist langstapelig, es hat die längsten Einzelfasern aller Bastfasern, und hat einen schönen Glanz, aber durch die wenig elastischen Fasern knittert Ramie stark.

Die Faser kommt für viele verschiedene Textilien zur Anwendung und wird oft mit anderen Fasern wie Baumwolle oder Seide vermischt.

http://www.spinnradclub.de/bilder/fasern/pflanzlich/ramie.jpg Ramie im Kammzug