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Auch aus der Brennnessel, vor allem aus der "großen Brennessel" (=Urtica dioica) lassen sich Bastfasern gewinnen. Diese Fasern waren für lange Zeit der "Leinen der armen Leute".

Nesselfasern sind überaus reißfest, können viel Feuchtigkeit aufnehmen und haben einen schönen Glanz.

Nessel, auch Brennessel genannt kann sehr langstapelig sein.

Leider sind die Fasern schwer zu gewinnen. Die Fasern sind durch einen schwer lösbaren Klebstoff miteinander verbunden und in die Rinde eingewachsen, dadurch sind sie schwer aufzuschließen. Sind die Rindenteile und der Klebstoff nicht gut genug entfernt gibt es Schwierigkeiten beim Verspinnen der Fasern.

Die Brennnesseln werden nach der Samenreife geschnitten und getrocknet. Dann müssen Blätter und Ästchen entfernt werden. Die Weiterverarbeitung kann nass oder trocken erfolgen und gleicht der des Flachses.

Man darf Nesselfasern nicht mit dem heute oft als "Nessel" verkauften Baumwollstoffen aus minderwertiger Baumwolle verwechseln.