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Grundsätzlich kann man Kammzug direkt aus unkardierten Fasern herstellen, Dazu werden die Fasern mit Wollkämmen gekämmt um die Fasern aufzulockern, in eine Richtung auszurichten und Verunreinigungen oder kurze Fasern herauszufiltern.

In der industriellen Verarbeitung wird Kammzug durch eine weitere Bearbeitung von Kardenbändern hergestellt. Die Kardenbänder werden weiter gekämmt und gestreckt, dabei fallen Verunreinigungen und kurze Fasern heraus.

Kammzug darf keine Fasern mit einer Stapellänge von weniger als 5,7 cm enthalten, ist meist sauberer als Kardenband, in der Regel sogar völlig frei von Fremdteilchen. Die in eine Richtung zeigenden Fasern lassen sich meist hervorragend ausziehen. Die oft sehr hohen Stapellängen sind angenehm zu verspinnen, können Anfängern aber auch Probleme bereiten. Dazu kommt, daß die geradegerichteten Fasern oft rutschiger wirken und sich nicht so stark ineinander verhaken.

Aus Kammzug spinnt man meist sogenanntes Kammgarn.