FANDOM


Baumwolle wird aus den Samenfasern der Baumwollbüsche gewonnen, diese sind Pflanzen der Gattung Baumwolle (lat. Gossypium). Die weißen Fasern sind sehr saugfähig, trocknen aber langsam.

Gegenüber anderen Faserarten wie z.B. der Wolle ist die Baumwolle sehr kurzstaplig. Daher ist sie schwierig zu verspinnen und nur sehr schwer mit der Fallspindel zu verspinnen. Meist verwendet man Standspindel wie die Thakli zum verspinnen der Fasern, aber auch das Spindelrad ist gut dafür geeignet. Die teilweise als Fallspindel betriebene, sehr leicht Akha-Spindel kann zum Verspinnen von Baumwolle verwendet werden, ist aber nicht leicht zu handhaben und eher etwas für geübte Spinner.

Es gibt verschiedene Baumwollsorten, die vielen verschiedenen Wildformen sind allerdings für die Fasergewinnung nicht relevant. Wichtig sind nur die vier Zuchtformen, davon stammen zwei aus der Neuen Welt, gossypium hirsutum und gossypium barbadense(= westindische Baumwolle) und zwei aus der Alten Welt, gossypium herbaceum und gossypium arboreum. Die wichtigste Baumwollsorte für die textilindustrie ist gossypium hirsutum.

Man unterscheidet Baumwolle primär nach ihrer Stapellänge (= Faserlänge) wobei die längsten Fasern die hochwertigsten sind.

Es gibt im Handel der Regel vier Kategorien:

  • unverarbeitbare Baumwolle (unter 10 mm Stapellänge)
  • Upland-Baumwolle (ca. 20–25 mm Stapellänge) Standardqualität aus den USA
  • Pima-Baumwolle (ca. 30 mm Stapellänge, meist 34,6 mm) handgeflückte Baumwolle aus Peru, diese hat ihren Namen von den Pima-Indianern, die bei der Züchtung der heutigen Arten halfen.
  • Premium-Sea Island Cotton (bis zu 40 mm Stapellänge) Premiumqualität aus den USA

http://www.spinnradclub.de/bilder/fasern/pflanzlich/baumwolle.jpg Baumwolle im Kammzug


LinksBearbeiten

BezugsquellenBearbeiten