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Antrieb beim SpindelradBearbeiten

Spindelräder werden in der Regel per Hand angetrieben. Große Unterschiede in den Antriebsformen finden sich hier nicht.


Antrieb beim SpinnradBearbeiten

Im Gegensatz zu den Spindelrädern werden Spinnräder mit dem Fuß angetrieben und haben in der Regel einen Spinnflügel. Vorteil am Fußbetrieb ist vor allem, daß man beide Hände zum ausziehen der Fasern frei hat.

Unterscheidung nach AntriebsriemenBearbeiten

Man unterscheidet zwischen einfädig- und zweifädig angetriebenen Spinnrädern, wobei beide nur einen Antriebsriemen besitzen. Was sich unterscheidet sind Länge und Führung des Riemens.

einfädiger AntriebBearbeiten

Beim Einfädiges Spinnrad (engl. Single-Drive) wird entweder der Spinnflügel oder die Spule angetrieben.

Das nicht angetriebene Teil ist in der Regel mit einer Bremse versehen. Bei Spulenantrieb hat das einfädige Rad also eine Flügelbremse, bei Flügelantrieb eine Spulenbremse (=schottische Bremse) Der einfädige Antrieb eignet sich vor allem zum Spinnen dickerer oder weicher Garne und von Effektgarn.

zweifädiger AntriebBearbeiten

beim Doppelfädiges Spinnrad (auch Doppelschnursystem eder engl. Double Drive genannt) werden sowohl der Spinnflügel als auch die Spule angetrieben.

Entgegen dem was der Name vermuten lässt geschieht das nicht über zwei getrennte Antriebsriemen sondern über einen langen, der doppelt um das Schwungrad herum läuft, sich überkreuzt und dann zusammengeknotet wird.

Riemenverlaufzf




Verlauf des Treibriemens beim zweifädigen Rad von vorne(links) und oben (rechts)




Sowohl an der Spule als auch am Spinnflügel befinden sich hier eine Antriebsscheibe. Die an der Spule nennt man Spulscheibe, die am Flügel Wirtel. Die Wirtel sitzt beim zweifädigen Spinnrad hinter der Spule an der offenen Seite des Spinnflügels und muss abnehmbar sein um die Spule austauschen zu können. In der Regel ist sie mit einem Linksgewinde an der Spindel verschraubt, in seltenen Fällen gibt es auch Stecksysteme.

Durch unterschiedliche Übersetzungen an Spule und Spinnflügel wird erreicht, dass sich diese mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten drehen. Die Spulscheibe muss kleiner sein als die Wirtel. Dabei zählt der Durchmesser innen in der Vertiefung für den Antriebsriemen, nicht der Außendurchmesser der Schwungscheiben, der ruhig gleich groß sein kann, wenn die beiden Scheiben unterschiedlich tief eingekerbt sind.

Schwungscheiben zweifaedig











Unterschiedliche Einkerbungen an der Spulscheibe (links) und der Wirtel (rechts)




Ein zweifädig angetriebenes Spinnrad benötigt eigentlich keine Bremse, viele haben diese jedoch trotzdem, da man das Rad dann bei Bedarf auch einfädig betreiben kann. Meist ist dann eine Spulenbremse vorhanden.

Der zweifädige Antrieb eignet sich vor allem zum Spinnen feiner und fester Garne.

Die Einstellung des Einzuges kann auf zwei Arten erfolgen. Bei manchen Spinnrädern gibt es Spinnflügel und Spulen mit unterschiedlichen Übersetzungen bzw. mehrere unterschiedlich große Schwungscheiben an einer Spule oder einem Flügel, so kann man durch Verwendung unterschiedlicher Übersetzungen den Unterschied der Laufgeschwindigkeiten von Flügel und Spule und somit den Einzug und die Drehung bestimmen. Ist solch eine Möglichkeit nicht gegeben erfolgt die Einstellung über die Spannung des Antriebsriemens. Dann sind Spulscheibe und Wirtel unterschiedlich eingekerbt. Die Wirtel hat eine schmale, spitze Kerbe, die den Antriebsriemen auch bei niedrigen Spannungen noch festklemmt, die Einkerbung der Spulscheibe ist abgerundet und flach um bei niedrigeren Spannungen ein durchrutschen des Riemens zu ermöglichen. Wird der Riemen gelockert rutscht die Spulscheibe durch und wird langsamer, während die Geschwindigkeit der Wirtel gleich bleibt.

Unterscheidung nach BremseBearbeiten

Man unterscheidet Spinnräder auch an Hand der Bremsen die montiert sind.

Spulengebremstes SpinnradBearbeiten

Bei diesem einfädig angetriebenen Spinnradtyp wird der Spinnflügel bzw. die Spindel an der dieser befestigt ist durch das Schwungrad angetrieben. Die Spule wird durch eine Spulenbremse am Bewegen gehindert und kann dadurch den Faden aufwickeln.

Die Vorrichtung um die Bewegung der Spule zu kontrollieren nennt man Spulenbremse (= schottische Bremse). Diese Vorrichtung ermöglicht es durch Feststellen der Spule (in der Regel über eine Schnur die unterschiedlich fest um die Spule gezogen werden kann) das Verhältnis zwischen der Laufgeschwindigkeit von Spule und Spinnflügel zu variieren.

Spulenbremse system







Flügelgebremstes SpinnradBearbeiten

Bei diesem einfädig angetriebenen Spinnradtyp wird die Spule durch das Schwungrad angetrieben. Der Flügel wird durch den von der Spule über den Flügel zum Einzugsloch gespannten Faden mitgezogen.

Bei diesem Spinnrad ist es wichtig, daß der Flügel sich langsamer dreht als die Spule. Steht er völlig, so werden die Fasern nicht verdreht, läuft er mit der selben Geschwindigkeit wie die Spule, so wird der faden nicht aufgewickelt.

Dieser Antriebstyp hat eine Vorrichtung um die Bewegung des Spinnflügels zu kontrollieren, eine so genannte Flügelbremse. Diese Vorrichtung ermöglicht es durch Feststellen des Flügels (in der Regel über ein Lederstück oder eine Schnur die unterschiedlich fest um die Spindel gezogen werden kann, an der der Spinnflügel befestigt ist) das Verhältnis zwischen der Laufgeschwindigkeit von Spule und Spinnflügel zu variieren.

Auch bei völlig gelöster Bremse läuft der Spinnflügel immer etwas langsamer als die angetriebene Spule, dafür sorgen Trägheit und Reibung, es ist also immer etwas Einzug vorhanden. Das kann beim herstellen von Garnen mit sehr starker Drehung oder feinen Fäden problematisch sein.

Bremsriemen




Bremsriemen2











Elektrischer AntriebBearbeiten

Heute gibt es auch Spndelräder und Spinnräder die durch einen Motor angetrieben werden, sogenannte Elektro-Spinner.

Manche haben keinen eigenen Motor sondern werden auf die Nähmaschine gesetzt und von dieser angetrieben. Diese Geräte fanden vor allem in der Zeit um den 2. Weltkrieg Verwendung

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